Sonntag, 17. März 2019

Steve Kuhnen vor der Linse

Vor ein paar Monaten habe ich den wundervollen Dresdner Saxofonisten Steve Kuhnen mit meiner Kamera begleitet. Ich kenne ihn schon länger und habe mich deshalb umso mehr gefreut, ihn in Leipzig vor die Linse zu bekommen. Er ist mir bereits 2012 mit seiner Band beim Elbhangfest aufgefallen, als er - der fast noch jugendlich wirkende Straßenmusiker mit der Sonne im Gesicht und seiner quirligen Band im Rücken - die schlendernden Festbesucher mit seinem damals schon unverwechselbaren Saxophon-Sound zum Verweilen einlud. Seitdem habe ich ihn das ein oder andere Mal spielen sehen, ob beim Stadtfest oder beim Weinfest Radebeul, immer der Elbe entlang, immer voller Leidenschaft. Und so wie die Elbe fließt, fließt auch sein Sound. Toller Typ, der genau sein Instrument gefunden hat und darüber hinaus noch super sympathisch ist!







Freitag, 3. August 2018

Nachwuchspreis beim SpaceNet-Wettbewerb 2018

Der Blog ist nicht tot, er hielt nur Winterschlaf und war dann so von der deutschen Sommerwärme geplättet, dass er bis heute still liegen blieb, aber nun - auf zu neuen Taten!


Trotz stressiger Prüfungsphase konnte ich die Zeit finden, an einem Fotowettbewerb teilzunehmen und freue mich jetzt über den Nachwuchspreis Fotografie für mein Bild "Das küssende Paar", das auf einer Reise in Frankreich an der Côte d'Azur entstand. Thema des Wettbewerbs war Quintessenz. Ja, was ist eigentlich wesentlich im Leben? Darüber könnte man philosophische Abhandlungen schreiben, rational das Eine gegen das Andere abwägen an seinem Schreibtisch sitzend, das Leben außerhalb durch eine regen- und staubverdreckte Glasscheibe dahinziehen sehend. Aber ich verlasse mich da voll auf mein Bauchgefühl: Wenn ich ganz tief in mich hineinhöre, bleibt doch am Ende die Unbeschwertheit, das Versunkensein, die Liebe und ein bisschen Pathos.
Vielen Dank, liebes Team der SpaceNet AG für den SpaceNet Award und die liebevoll gestaltete Anthologie!




Dienstag, 21. November 2017

Kunst und so Kram von Menschen wie du und ich @ Lipsius VIBES - 24 Stunden Ausstellung

Bei dieser 24-Stunden-Ausstellung im Dresdner Lipsiusbau, im Übrigen eine der schönsten Ausstellungsflächen in der Stadt, wie ich finde, konnte jeder mitmachen. Kunst ohne Abschluss, Kunst, die therapeutisch motiviert, aus Leidenschaft oder einfach nur aus einer Laune heraus entstanden ist. Ich hab auch was aufgehängt. Heute Abend bei der Party kann es angeschaut werden. Danke an die Jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen für diese Idee!

So sieht das dann in etwa aus, nur in Farbe!


Freitag, 17. November 2017

Meine Kurzgeschichte "Olymp" @ StuRaktiv


In der neuen StuRaktiv, der Zeitschrift des StudentInnen-Rates der Uni Leipzig, könnt ihr eine Miniepisode aus dem Leben dreier Lebensmüder lesen. Die Zeitschrift gibt es überall auf dem Campus oder online als PDF zum Anschauen und Herunterladen

Hier mein Text als Screenshot:

Samstag, 10. Juni 2017

Familie am Trapez, ca. 1947

Fremdvertrautes

Omi, die burschikose,
mit dem schmucken Artisten.
Immer etwas gegen den Strom
taktvoll aus der Reihe tanzend
einmal quer durch Deutschland.

Momente des Genusses im Spagat
in einer kaputten Welt.
Und das Trapez bietet Halt.
Eine gebrochene Familie.
Ein großes Ganzes im Applaus.
Doch bald schon wird die Omi ausgetauscht.

Dit Kindchen
muss och mit, auf nach Berlin,
wurde es doch schon einmal,
während Bomben flogen, daheim
vergessen.
Die Heimat gibt es grad nicht mehr,
und auch die Bühnen, sie verschwinden.



Samstag, 27. Mai 2017

Zoo Leipzig

Zweitbester Zoo Europas
Olfaktorisch-visuelles Erlebnis
Ordentlich besucht jederzeit
Lichtblick für aussterbende Arten
Ohne Zukunft in freier Wildbahn
Gaffende Affen auf beiden Seiten des Zaunes
Interessierte Gäste stolpern über
Schreiende Kinder in Bollerwagen
Chamäleon der Gefühle
Hier und da ein mitleidiger Blick für
Einen viel zu kleinen Käfig
Richtig glücklich ist nur die Meute auf dem Spielplatz

Gondwanaland schafft Illusionen
Affen wie am Amazonas
Raubtiere relaxen hinter Scheiben
Tigerbabys tragen Namen
Elefanten baden im Tempel für einen Eimer Äpfel
Nachts träumen sie von Freiheit.












Sonntag, 23. April 2017

Wie ich ein bisschen die Neustadt vermisse...

Neustadt (fraunicoletta)

Die Welt kümmert sich eh nicht um uns
Henriette mit Sahne.
Kopfsteinkacke.
Dönerarmee.
Kreativanarchie mit Bierfahne.
Grüner Müllpark.
Freiheit im Karree
mit Yoga oder ohne.



Samstag, 18. März 2017

Die Verlorenen III

Ich hege und pflege ihre digitalen Wesen. Schiebe, kombiniere, bestaune die Vielfalt, bedaure die zahllosen kalten, ungeschützten Händchen. Es sind nur Handschuhe, könnte man meinen, aber erzählen sie uns nicht eine Geschichte von Hektik, Unachtsamkeit, Wertschätzung, Verlust?
Dieses Jahr sind es 405 geworden. Sie kommen von überall her, Frankreich, Dänemark, Tschechien, Deutschland, Kalifornien ... Noch ist es kühl, auch wenn in zwei Tagen der Frühling beginnt, es werden gewiss noch mehr. 

Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht. (Jean Paul)