Freitag, 24. Oktober 2014

18.10.2014 Moop Mama & Celina Bostic @ Groovestation Dresden

Vorbands bekommen viel zu selten die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Vielleicht ist es Engstirnigkeit, vielleicht eine Form ignoranter Vorfreude oder einfach nur Blödheit. Keine Ahnung. Als Jan Delay am 24.09.2014 im Eventwerk war, hatte Moop Mama die Ehre, sich den Dresdnern zu präsentieren. Ich hab sie verpasst und das war auch ok, denn ich kannte sie nicht. Eher zufällig hat es mich nun doch zu einem Konzert dieser zehnköpfigen, etwas anderen Brassband verschlagen und ja, ich ärgere mich, dass ich ihnen nicht schon bei Jan Delay eine Chance gegeben habe, sich in mein Herz zu musizieren. Die kleine Groovestation war rappelvoll, das Konzert ausverkauft und alles tobte. Aber bevor ich zu Moop Mama komme, erst einmal ein paar Worte zu der liebenswerten Singer-Songwriterin Celina Bostic, die Einfrau-Vorband sozusagen. Die Berlinerin überzeugte mit ihrem Lächeln, ihrer Gitarre, ihrem Kleid, ihrer Stimme und ihren offenen witzigen Texten. Ihr Papa wird sich sicherlich sehr gefreut haben, als er den Song „Alles Stricher außer Papa“ das erste Mal gehört hat. Wikipedia hat mir verraten, dass sie schon mal für KIZ und Bushido gesungen hat. Hahahahaha, irgendwie sympathisch. 2009 war KIZ echt noch ok und Rap ist ja an sich nicht verkehrt.

Deshalb ist Moop Mama auch irgendwie besonders. Die zehn Herren mixen gesellschaftskritischen Rap mit gut arrangiertem Brassband-Sound. Eigentlich sind sie nichts anderes als ein Walk Act, dessen Parade auf der Bühne stattfindet, immerzu Bewegung, immerzu Interaktion und viel Schweiß – so ungefähr kann das Bühnentreiben zusammengefasst werden. „Das rote Album“ gibt es komplett bei youtube. Da können die Lieder noch mal nachgehört werden, live ging einiges an Text unter, aber das ist ok, da die meisten eh in erster Linie tanzen wollten. Sie sollten auf ihre Kosten kommen, denn die zwei Trompeten, zwei Saxophone, zwei Posaunen, das Sousaphon, das Drumset und die mobile Trommel haben wunderbar Bambule gemacht und das Publikum angeheizt. Die Groove hat geschwitzt, gezappelt und gefeiert dank Moop Mama!




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