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Mittwoch, 13. Oktober 2021

Dresden, Leipzig, der Genuss und ich

Dresden_Fernsehturm, Schönfelder Hochland

Dresden_Elbtal, Plattform Schwebebahn, Loschwitz

Dresden_BRN 2015, Louisenstraße, Ecke Martin-Luther-Straße, Neustadt

Dresden_Elbwiesen, Sicht auf Marienbrücke und Altstadt, Messegelände

Dresden_Elbradweg, Waldschlösschen

Bilder, die man vielleicht schön findet, vielleicht auch nicht. Ich für meinen Teil fühle jedes von ihnen, weil Dresden ziemlich fest verankert in meinem Herzen sitzt. Kann man Verklärung nennen. Wird's wohl auch sein.

Leipzig dagegen ist eine Stadt, die ich lange überhaupt nicht interessant und eher sinnlos gehypt fand. Vielleicht, weil ich sie direkt vor der Tür hatte und manchmal sieht man ja bekanntlich den Wald vor lauter Bäumen, bla bla… 
Ich entdecke sie nun trotzdem, nicht für eine Woche, nicht für einen spontanen Tagesausflug, sondern jeden Tag aufs Neue, weil ich hier lebe. Seit nunmehr genau fünf Jahren. Zeit für ein Resümee und eine längst überfällige Liebeserklärung. 

Die grauen Herbsttage, die mich nach meinem Umzug 2016 erwarteten und schier endlos erschienen, haben es Leipzig nicht leicht gemacht, sich ansehnlich zu präsentieren. Vor allem aber waren es meine 01099-Arroganz* und die Erinnerungen an die „Heimat“ – ein mittlerweile hässlicher Begriff; Dresden, da wo ich herkomme; die Orte der Kindheit; die Straßen, die Wege, die Gebäude, auf und in denen ich lernte, fühlte und wuchs –, die dafür sorgten, dass ich wenig neutral und offen auf Leipzig blickte. Es fühlte sich an, als hätte ich das Lager gewechselt. Meine beste Freundin, die schöne, manchmal plumpe, manchmal unsichere und doch so liebenswürdige, habe ich eingetauscht gegen eine hippe, junge, selbstbewusste Freundin, die halt nicht ganz so viel Schönheit abbekommen hat. Schönheit ist ja auch nicht alles, ich weiß doch, vor allem wenn es unter der schick dekorierten Oberfläche so heftig bröckelt wie in Dresden. 

Ich blickte anfangs aus den Augen einer Touristin auf Leipzig, vielleicht um noch ein bisschen Abstand zu halten – ganz nach dem Motto: „Nett ist's hier, aber die Rückfahrkarte ist schon gebucht.“ War sie nicht. Ich blieb und näherte mich Schritt für Schritt an mein Leipzig an. So wie ich mich einst auch mit Dresden verbandelt hatte. Meine nahezu perfekte Stadt. Lange begleitete er mich: Der elende Vergleich mit dem ach so Vertrauten, ach so Bekannten, ach so Geschätzten, der den Blick auf das Neue so unendlich trübt.** 

Hinzu kam, dass sich nicht nur meine Anschrift änderte, sondern auch meine hoch angenehme Studienzeit endete und ich damit abrupt vor dem sogenannten Ernst des Lebens stand. Ich traf diesen besagten Ernst in Leipzig und kämpfte mindestens eineinhalb Jahre gegen ihn an. Ich glaubte lange, Leipzig würde mich unzufrieden machen, dabei war es mein Job und die quälende Frage „Quo Vadis?“ 

Es ging vorerst auf einen der Jakobswege (Camino del Norte) zum Pilgern. Der Abstand und das monotone Gehen taten übermäßig gut, sodass ich geerdet neu beginnen konnte und plötzlich öffnete sich mir die Stadt (eigentlich öffnete ich mich) und die Menschen (same here), die mich an ihrem Leipzig teilhaben ließen. Ich denke an rotweinschwere Abende im Piloten. An ausgedehnte Spaziergänge quer durch die Viertel der Stadt bei Wind und Wetter. An die ersten Touren zu neuen Lost Places. An guten Jazz im Noch Besser Leben. An den Moment, als ich die Karl-Heine-Straße in mein Herz schloss, während ich Udonnudeln mit verboten guter Erdnusssoße aß. Und ich erkannte, dass kulinarische Genüsse ganz viel mit Ankommen und Wohlfühlen zu tun haben. Leipzig hat da wirklich so einiges zu bieten und zwar in allen Himmelsrichtungen verteilt. In Leipzig arbeitet und wohnt man nämlich nicht in einem Stadtteil, sondern im Osten, Süden, Westen oder wie ich im Norden. Das habe ich nun auch verstanden.

Meine Top 5 für Speisen: 


Café Pendo ❤ 












und die Top 6 Cafés:


Draußen ists am schönsten im:

Was sollte man sonst noch in Leipzig tun? Einfach loslaufen – und zwar in alle Himmelsrichtungen  und die Augen offen halten. Detaillierte Tipps findet ihr mit Sicherheit im Lonely Planet (die denken nicht nur ans Essen 🙃). Dort wurde Leipzig gerade zum Top-Ziel in Deutschland gekürt. Da ist es wieder, dieses Hypezig :D 

Was bleibt mir zu sagen: Ich bin losgelaufen und angekommen. Ich habe Leipzig mittlerweile sehr sehr lieb und die Rückfahrkarte brauche ich längst nicht mehr. Manchmal blicke ich noch wehmütig in die sächsische Hauptstadt, aber jetzt vor allem, weil ich meine Freunde von dort und vielleicht auch ein bisschen die Unbeschwertheit der Studienzeit, als die Lebensplanung lediglich das nächste Semester umfasste, vermisse. 

___________________________________________

*01099 ist die Postleitzahl der Dresdner Neustadt, das Viertel, in dem ich vor meinem Umzug lebte. Komprimierte Altbauschönheit und alles was Mensch braucht in nächster Nähe. 

**Ein Auszug aus meiner Gedankenwelt der ersten Monate in Leipzig: Wo ist denn nun ein Café wie das Combo? Wo probt der Kneipenchor? Gibt es eine Verbrauchergemeinschaft und wenn ja, wann kann ich beitreten? Oh schade, im "Kleinen Haus" kommt heute was Cooles, aber 1,5 Stunden Anfahrt sind etwas arg lang. Könnten die Jazzfanatics nicht regelmäßig in Leipzig spielen? Gibts hier eigentlich Berge in der Nähe? Ich war wirklich lange nicht mehr im Thalia. Die Sachsenbrücke soll das Assieck von Leipzig sein? Die ist doch mitten im Wald. Wo ist der nächste Umsonstladen? Und warum ist hier alles so schrecklich verteilt??? 


Leipzig_Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring, Zentrum Süd

Leipzig_Fockeberg mit Aussicht auf die Innenstadt, Südvorstadt

Leipzig_Karl-Liebknecht-Straße an der Feinkost, Südvorstadt 

Leipzig_Johannisplatz, Blick auf das MDR Hochhaus, Zentrum Südost

Leipzig_Zeppelinbrücke, Jahnallee, Zentrum West, Lindenau






Sonntag, 26. Januar 2020

Erinnerung. Dresden Neustadt.

Rädchen im Getriebe

Wenn früh die Wärmflasche noch warm ist, war die Nacht zu kurz. Es ist Mittwochmorgen, ziemlich kühl für die Jahreszeit, grau und das Schlimmste: Liegengebliebene Arbeit schreit danach, endlich erledigt zu werden. Kaffee ist genau wie Klopapier Mangelware in der kleinen WG, in der ich lebe. Ich muss raus, sonst verschlingt die Bettdecke meinen Tag. Noch ein wenig unkoordiniert stürze ich auf die Straße. Mein erster Gedanke: Combo. Da gibt es Ruhe, Espresso und Klopapier. 
Spätestens auf der Louisenstraße hebt sich die Stimmung. Während ich laufe und noch halb träume, sehe ich mich bereits im Raucherbereich des Cafés sitzen. Im Schneidersitz mit Espresso und dünn gedrehter Zigarette; mein bester Freund, dessen Leuchtapfel Reklame macht, vor mir. Das Telefon liegt ruhig und irgendwie bescheiden daneben und klingelt zum Glück gerade einmal nicht. Ich sehe mich dasitzen mit abgenutzten Sachbüchern über David Hume oder Sozioonomastik, die ich oft tagelang mit mir herumschleppte und trotzdem nicht dazu komme, länger als fünf Sekunden in sie hineinzulesen. Ich sehe mich dasitzen mit einer alten, etwas zerfledderten FAS, deren Schlagzeilen ich ein bisschen zu desinteressiert überfliege. Ich verachte Menschen, die die ZEIT abonnieren und sie zwei Wochen später ungelesen ins Altpapier geben, aber bin ich wirklich besser? Am Ende will ich nur die Quadratortur, um danach die Menschen zu bewundern, die sich diese ekelhaft kniffeligen Denkspielchen aus den Fingern saugen. 
Ich finde glücklicherweise einen gemütlichen Platz im Inneren des Cafés. Die brünette Kellnerin bewegt sich flinkfüßig und lächelnd zu mir rüber. Der Espresso duftet, der Glimmstängel glüht. Ich lehne mich zurück und keine Sekunde später schreit das Telefon auf. Smalltalk via Kurznachricht. Das reicht als Kommunikation für den Morgen. Jede weitere Info würde meinen Kopf sprengen. Das andere Endgerät ist hochgefahren. Ständig poppt das Telekom-Fenster auf, will mir WLAN andrehen. Los, logg dich ein, kein Internet, ich bitte dich, das geht doch nicht. Check deine Mails. Informier dich über Neuigkeiten! Ich surfe, also bin ich. Nein. Warum bin ich so erschöpft, frage ich mich, während mir ein bisschen schwummrig wird nach der ersten Zigarette des Tages. Vielleicht war es das Blue Note heute Nacht und das eine Bier zu viel. Vielleicht ist es mein Job. Ich arbeite als Kalender mit integriertem Telefon für einen Musiker. Ich vermittle zwischen ihm und Bühnen, zwischen ihm und Veranstaltern, zwischen ihm und seinen Kollegen. Ich bin sein Fleisch gewordener Terminplaner. Für jemanden denken, bedeutet seine Abläufe zu kennen, für ihn zu entscheiden, für ihn zu handeln, in seinen Kopf einzudringen. Die Fähigkeit, sich zu organisieren, verlangt mir schon manches Mal viel ab, aber zwei Leben koordinieren und planen – geht das überhaupt? Nebenbei lernt man auch die Privatperson, das Individuum, vielfältig und vielbeschäftigt im Übrigen, hinter dem professionellen Musiker kennen. Wer bist du und wie viel gibst du mir von dir preis? Deine Unterschrift, deine Bankdaten, dein WLAN-Code, deine E-Mails, deinen Beziehungsstatus, dein Vertrauen. Deine Kontakte sind meine Kontakte. Das sprengt meinen Kopf, geringfügig. Und nun sitze ich hier und bearbeite deine Termine, übermüdet und dennoch zufrieden. Nach fünf Telefonaten, mehreren E-Mails, einem neuen Facebook-Post auf deinem Account und der Aktualisierung deiner Homepage soll es für heute getan sein. 
Mittlerweile geht es gegen Mittag, hier drin ist es ziemlich schattig und mein Herz schlägt holprig vom Espresso. Ich geh also raus, lass mir die schüchterne Sonne ins Gesicht scheinen und inhaliere die kühle Luft des noch immer jungen JahresPlötzlich muss ich lächeln über all das, über mich, über die Menschen, die neben mir sitzen mit ihren Tablets, starken Mokkas und Schlafsand in den Augen und bin froh ein Teil dieses Räderwerks, dieser Neustadt, dieses Combos zu sein.

Ein anderer Tag, aber ein ähnliches Gefühl. Café Combo, Dresden.


Sonntag, 17. März 2019

Steve Kuhnen vor der Linse

Vor ein paar Monaten habe ich den wundervollen Dresdner Saxofonisten Steve Kuhnen mit meiner Kamera begleitet. Ich kenne ihn schon länger und habe mich deshalb umso mehr gefreut, ihn in Leipzig vor die Linse zu bekommen. Er ist mir bereits 2012 mit seiner Band beim Elbhangfest aufgefallen, als er - der fast noch jugendlich wirkende Straßenmusiker mit der Sonne im Gesicht und seiner quirligen Band im Rücken - die schlendernden Festbesucher mit seinem damals schon unverwechselbaren Saxophon-Sound zum Verweilen einlud. Seitdem habe ich ihn das ein oder andere Mal spielen sehen, ob beim Stadtfest oder beim Weinfest Radebeul, immer der Elbe entlang, immer voller Leidenschaft. Und so wie die Elbe fließt, fließt auch sein Sound. Toller Typ, der genau sein Instrument gefunden hat und darüber hinaus noch super sympathisch ist!







Dienstag, 21. November 2017

Kunst und so Kram von Menschen wie du und ich @ Lipsius VIBES - 24 Stunden Ausstellung

Bei dieser 24-Stunden-Ausstellung im Dresdner Lipsiusbau, im Übrigen eine der schönsten Ausstellungsflächen in der Stadt, wie ich finde, konnte jeder mitmachen. Kunst ohne Abschluss, Kunst, die therapeutisch motiviert, aus Leidenschaft oder einfach nur aus einer Laune heraus entstanden ist. Ich hab auch was aufgehängt. Heute Abend bei der Party kann es angeschaut werden. Danke an die Jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen für diese Idee!

So sieht das dann in etwa aus, nur in Farbe!


Samstag, 10. Juni 2017

Familie am Trapez, ca. 1947

Fremdvertrautes

Omi, die burschikose,
mit dem schmucken Artisten.
Immer etwas gegen den Strom
taktvoll aus der Reihe tanzend
einmal quer durch Deutschland.

Momente des Genusses im Spagat
in einer kaputten Welt.
Und das Trapez bietet Halt.
Eine gebrochene Familie.
Ein großes Ganzes im Applaus.
Doch bald schon wird die Omi ausgetauscht.

Dit Kindchen
muss och mit, auf nach Berlin,
wurde es doch schon einmal,
während Bomben flogen, daheim
vergessen.
Die Heimat gibt es grad nicht mehr,
und auch die Bühnen, sie verschwinden.



Sonntag, 23. April 2017

Wie ich ein bisschen die Neustadt vermisse...

Neustadt (fraunicoletta)

Die Welt kümmert sich eh nicht um uns
Henriette mit Sahne.
Kopfsteinkacke.
Dönerarmee.
Kreativanarchie mit Bierfahne.
Grüner Müllpark.
Freiheit im Karree
mit Yoga oder ohne.



Samstag, 18. März 2017

Die Verlorenen III

Ich hege und pflege ihre digitalen Wesen. Schiebe, kombiniere, bestaune die Vielfalt, bedaure die zahllosen kalten, ungeschützten Händchen. Es sind nur Handschuhe, könnte man meinen, aber erzählen sie uns nicht eine Geschichte von Hektik, Unachtsamkeit, Wertschätzung, Verlust?
Dieses Jahr sind es 405 geworden. Sie kommen von überall her, Frankreich, Dänemark, Tschechien, Deutschland, Kalifornien ... Noch ist es kühl, auch wenn in zwei Tagen der Frühling beginnt, es werden gewiss noch mehr. 

Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht. (Jean Paul)







Donnerstag, 19. Januar 2017

Montag, 12. Dezember 2016

360 GRAMM Weihnachtsgeschenk

In zwölf Tagen gedenken wir wieder einmal in frommer christlicher Tradition der Geburt Jesu Christi, na ja irgendwie so. Zumindest freuen wir uns auf den Weihnachtsmann. Der bringt gewöhnlich viele Geschenke. Yeah!

Und jeder von uns schlüpft unwillkürlich jedes Jahr in die Rolle des bärtigen Mannes, denn wer beschenkt sein will, möchte auch schenken. Ganz ohne Zwang natürlich und am besten auch noch nützlich, individuell und stilvoll. Das ist gar nicht so einfach, aber da erzähle ich nichts Neues.

Neu dagegen ist das Dresdner Stadtmagazin 360 GRAMM und dieses eignet sich bestens als stilvolles, individuelles und nützliches Weihnachtspräsent für den lesenden Dresdner, Freitaler, Kamenzer, Colmnitzer, Obervogelgesangler, .... Es sieht nicht nur schön aus, es fühlt sich auch lieb an. Die Beiträge sind bunt und vielfältig.









Gut, ich habe mitgeschrieben und Eigenlob stinkt bekanntermaßen, aber glücklicherweise hat das Internet noch keine Geruchsfunktion und das frische, duftende Papier macht jegliche Geruchsverirrung wieder wett.




Viel Spaß beim Lesen & Verschenken!

Freitag, 4. März 2016

Philipp Lattner – Das Habitat Dresden
























Philipp Lattner, geboren 1986 in Dresden, gehört der Künstlergemeinschaft Das Habitat an. Seine Arbeiten beeindrucken vor allem durch die einfache, aber überzeugende Art, das menschlich Skurrile zu erfassen. Dabei wirken seine Motive wie aus Träumen gegriffen. Die Geschichten seiner Bildprotagonisten transportiert er meist mithilfe starker Farben, überdimensionierter Gliedmaßen oder herber Gesichtszüge.

Die drei Kunstschaffenden des Habitats (Philipp Lattner, Sebastian Bestier und Martin Ringel) sind maßgeblich mitverantwortlich für die Realisierung und Gestaltung der jährlich im April stattfindenden Kunsttage im Dresdner Sektor Evolution. 

Werke des Malers gibt es beispielsweise auf der Facebook-Seite des Habitats zu sehen, außerdem im kommenden April zu den Kunsttagen am 15./16.4.2016.

Und natürlich hier...






Freitag, 26. Februar 2016

Jindrich Staidel Combo

Wenn Pro Haska mit der randvollen Real-Tüte in der tricolorösen tschechischen Farbpracht auf die Bühne tritt und Tatra Skoda, Manitschka Krausonova und den wortkargen, aber entzückend tänzelnden Jindrich Staidel vorstellt, beginnt ein Abenteuer sondergleichen. Pro Haska plaudert aus dem schillernden Leben des Herrn Staidel, gewitzt, raffiniert und mit immer neuen Überraschungen aus der Tüte. Wir lernen Herrn Staidel kennen und bewundern sein Schaffen. Immer wieder lauschen wir seinen Liedern und spüren die Vibes der handgemachten Jazzpolka aus Olomouc, authentisch tschechisch mit original böhmischen Instrumenten wie dem Ceskeridu.
Ein Zusammentreffen mit der Combo ist auch immer lehrreich. Pro Haska berichtete mir kürzlich beispielsweise, dass es in der Tschechei nicht Islam heiße, sondern Issknödel und stellte mir die nicht unwichtige Frage, warum man im Breitensport so wenige Dicke sehe. 

Live gibt es die Vier zum Beispiel am 6.3.16 in der Johannstadthalle Dresden, im Rahmen der Humorzone am 12.3.16 in der Dresdner (Migranten-)Scheune, außerdem im Theater Görlitz oder beim Polkbeats-Festival in Cottbus...







Mittwoch, 10. Februar 2016

Die Verlorenen II

Gibst du auf die kleinen Dinge nicht acht, wirst du Größeres verlieren.
(Menander)


Danke an meine Mitsammler M. und J. aus Dresden, U. aus Leipzig und S. aus Zwickau. Ich finde es bezaubernd, dass ihr diese Leidenschaft mit mir teilt. Lasst uns weiterhin unseren Blick öffnen für die kleinen Dinge im Leben.




Mittwoch, 13. Januar 2016

Perpetuum Jazzile

Perpetuum Jazzile verspricht dir einen ganzen besonderen Trip. Sie verstehen sich als "Vocal Ecstasy" und wir haben es hier ganz klar mit einer Edeldroge zu tun. Abgleiten in andere Sphären mit einem Chor? Geht. Geht klar. Geht auf jeden Fall.
Der Trip dauert in etwa 1,5 Stunden, hallt aber noch Tage nach. Mehr als 30 knackige Menschen singen herzallerliebst für dich, sodass du fast dahinschmilzt vor Glück. Gelegentlich wird es lustig, manchmal nachdenklich und immer geht es rasant zu. Die Performance – inszeniert als Radio-Switch durch ein internationales, zeitloses Programm mit u.a. P. Williams "Get Lucky", einem ABBA-Medley, The Jackson Five und, auch das gehört dazu, stimmungsvollen slowenischen Volksliedern – ist ein Augen- und Ohrenschmaus für das Publikum, das natürlich jederzeit mitsingen darf. Für meinen Geschmack gab es zu viele Solonummern. Das braucht ein Chor doch gar nicht. Das Highlight ist und bleibt das großartig arrangierte "Afrika" mit dieser phänomenalen Stimmung, die nicht zuletzt durch die spitzen Choreografie und die enorme Präzision des Chores erreicht wird. 
Gebt bösen Menschen solche Musik und sie werden voller Herzenswärme sein.

Hoffentlich bald wieder in Dresden zu Gast - Perpetuum Jazzile

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Das Weihnachtsgeschäft

Das Weihnachtsgeschäft (fraunicoletta)


Wie winzige Punkte huschen sie vorüber.
Einer Ameisenkolonie gleich.
Tausende täglich oder noch mehr.
Die Christbaumkugeln
pompös golden
bilden sie für Sekunden ab
und keiner sieht den anderen.

Nun schnell wieder raus, Mantel zu.
Warten.
Die Herzfrequenz steigt,
wenn die Bahn einfährt.
Man will einen Sitzplatz ergattern.
Mit dem Tüten voller Plastikmüll
steht es sich nicht gut.

Liste abgearbeitet. Für alle
etwas dabei. Für sich selbst
auch dies und das.
Jetzt noch schmücken
und das freudige Lächeln
aus der Schublade zerren.
Weihnachten, du seliges Fest.

Donnerstag, 12. November 2015

PHIA macht glücklich

2013 auf der Fusion und in der Dresdner Veränderbar hat sie bereits die Musikkammer meines Herzens erobert. Auch dieses Jahr in der Nikkifaktur war es wieder großartig, ihrer kurzweiligen Show mit Kalimba und Loopstation zu lauschen. 
Das nächste Mal ist sie im Sommer 2016 mit neuem Album in Dresden zu Gast. Bis dahin hält sie sich nach ihrem mehrjährigen Berlin-Aufenthalt nun wieder in Melbourne auf. Sommer auf der Südhalbkugel, das klingt nach 'nem guten Plan! 




Dienstag, 23. Juni 2015

#Rosenwerk Dresden

Das #Rosenwerk hat bereits Anfang Mai seine Pforten in Dresden geöffnet. Seitdem wird in Gemeinschaft gewerkelt, gebastelt, 3D-gedruckt, geplottet, genäht, gebaut, entwickelt, gelacht, verändert. Mit frei verfügbarer Technik und offenen Menschen, die diese beherrschen, kann im Rosenwerk in verschiedenen Werkstätten (Holz, Siebdruck, Lasercutter, 3D-Drucker, Fotografie, Elektronik, ...) gearbeitet werden. Ein richtiges Makerspace eben. 

Vielseitige und preisgünstige Workshopangebote führen in die Technik ein oder dienen zum Erwerb eines „Führerscheins“, sodass man die bereitgestellten Geräte selbstständig nutzen kann. Die gute Anbindung, eine kleine Lounge mit Bar, kreative Köpfe sowie viel Platz zum Gedankenaustausch tragen dazu bei, dass die Atmosphäre stimmt! Das Rosenwerk wächst und gedeiht und hält sicherlich noch viele Überraschungen bereit. Kommt vorbei! 

Adresse: 

Jagdweg 1-3
01159 Dresden


Kontakt:

Es folgen ein paar Eindrücke von der Eröffnungsveranstaltung am 9.5.2015

3D-gedruckte Plinse


Innenhof 
Innenhof

Lichtinstallation

3D-gedruckt

3D-Drucker

Werkstadt des Fablabs

Donnerstag, 2. April 2015

PLACEBO FLAMINGO

Das Trio PLACEBO FLAMINGO in der Besetzung Micha Winkler (trombone/vocal), Tomas Kreibich (organ), Matthias Macht (drums) hat gerade sein erstes Album produziert und zeigt sich das nächste Mal am 27.04.2015 im Blue Note, Dresden
Ich habe sie im Café Prag gesehen und gehört. Der Sound der drei Dresdner wirkt frisch, frei und munter. Die Stücke sind größtenteils instrumental, aber deshalb keineswegs dudelnde Hintergrundmusik, ganz im Gegenteil! Man kann gar nicht anders, als ihnen zu lauschen, mitzuwippen und sich zu freuen, weil die drei mit so viel Energie und Strahlen auf der Bühne agieren!